Politik? Ja, gerne!

Ich mache Politik. Ich bin sogar eine Berufspolitikerin, obwohl ich eigentlich etwas ganz Anderes gelernt habe. Studiert habe ich Oecotrophologie in Münster, um danach für den Verbraucherschutz in NRW zu arbeiten. Das wusste ich schon mit 16 Jahren, als ich zum ersten Mal in die Verbraucherzentrale in Recklinghausen gekommen bin. Diese Aufgabe hat mir immer Freude gemacht. Zur Politik bin ich aus einem Grund gekommen, der viele in eine Partei führt: Mir hat etwas nicht gefallen. Helmut Kohl kam nach dem Auseinanderbrechen der sozialliberalen Koalition an die Macht. Das war für mich der Auslöser zu sagen: „Jetzt muss auch ich Politik machen!“

Das habe ich dann auch getan. Ich bin in die SPD eingetreten, obwohl viele mich eher bei den Grünen gesehen hätten. Das stand für mich aber nie zur Debatte. Ich bin Sozialdemokratin, weil ich fest daran glaube, dass die Starken die Schwächeren unterstützen müssen, damit es allen in einer Gesellschaft gutgehen kann.

Ich bin in Castrop-Rauxel aufgewachsen, mein Vater hat als Bergmann gearbeitet, meine Mutter war Hausfrau. Ich bin die Erste aus der Familie, die an eine Universität gegangen ist. Ich verdanke der sozialdemokratischen Politik der 60er und 70er Jahre viel. Ohne Bafög hätte ich nie studieren können. Meine Studienzeit in Münster war auch politisch geprägt. Für den Allgemeinen Studierendenausschuss habe ich neben dem Studium Gremienarbeit für die Studentenschaft gemacht.

Ich bin nach dem Studium nach Iserlohn und schließlich nach Hemer gezogen. Um die Rechte von Verbraucherinnen und Verbrauchern habe ich mich in meiner beruflichen Laufbahn eingesetzt. In meinen politischen Ämtern, die ich viele Jahre ehrenamtlich ausgeübt habe, stand für mich das gute Zusammenspiel zwischen ökologischen Interessen und wirtschaftlichen Interessen im Vordergrund. Ich finde, es muss beides gehen! Wir brauchen eine gute Wirtschaft, um Arbeitsplätze zu schaffen und ein gutes Leben für viele Menschen möglich zu machen. Zu einem guten Leben gehört für mich aber auch, dass wir in einer soweit es geht intakten Umwelt leben. Das ist für mich kein Widerspruch, sondern der Anspruch, den ich an eine gute Politik habe!

Ich habe gelernt, dass es manchmal Geduld und einen langen Atem braucht, um gute Ideen umzusetzen. Als mir als Kommunalpolitikerin durch die Gespräche mit vielen Eltern klar wurde, dass wir in Hemer einen großen Bedarf an einer Gesamtschule haben, wollte ich diesen Plan umsetzen. Es hat gedauert bis wir alle überzeugen konnte. Heute lernen Kinder in meinem Wahlkreis auch an der Gesamtschule Hemer. Das geschafft zu haben, macht mich froh und auch stolz.

Seit 2012 vertrete ich Hemer, Menden, Balve, Neuenrade und Plettenberg als Landtagsabgeordnete in Düsseldorf. Genau das will ich auch weiterhin tun.

Ich will die Interessensvertreterin für meine Region in Düsseldorf sein!